Was wir wollen

Pina Bausch hat ein vielschichtiges und außerordentlich umfangreiches künstlerisches Erbe hinterlassen. Auf ihren Wunsch hin wurde es von ihrem Sohn Salomon Bausch in eine gemeinnützige Stiftung eingebracht und umfasst die Urheberrechte an ihren Stücken und Choreografien sowie an den Bühnenbildern und Kostümen von Rolf Borzik. Dazu gehören Materialien zu über 46 Stücken: Regiebücher, Produktionsunterlagen, technische Pläne, Presseartikel, Programmhefte, Plakate, Fotos, Skizzen und knapp 7.500 Videobänder.

Hand in Hand mit dem Tanztheater Wuppertal erschließt die Stiftung den enormen Bestand, sichtet alle Materialien und wertet sie aus. Die Videobänder und alle wichtigen Unterlagen werden digitalisiert. Dieser grundlegende Schritt der Archivierung wird finanziell unterstützt durch die Kulturstiftung des Bundes, das Land Nordrhein-Westfalen und die Dr. Werner Jackstädt-Stiftung aus Wuppertal.

Das Wichtigste aber sind die Tänzer und Mitarbeiter des Tanztheaters, denn in ihren Körpern und Köpfen finden sich die größten Schätze. Sie verfügen über kostbare Erfahrungen und Wissen von unschätzbarem Wert. Sie sind unverzichtbar, um Pinas Stücke zu erhalten und um ihre Suche weiterzuführen. Denn nur sie können die Geschichten rund um die Entstehung der Stücke erzählen und ihre Erfahrungen weitergeben und so dazu beitragen, dass dieses Wissen nicht in Vergessenheit gerät.

Um diesen Wissensschatz zu bergen und um alle Materialschichten in einem umfassenden Materialpool zu sichern, realisierte die Pina Bausch Stiftung bisher folgende Projekte:

  • Filmdokumentation der Wiederaufnahmeproben von „Two Cigarettes in the Dark“
  • Interviews mit den Kontakthof-Damen und Herren ab 65
  • Ausstellung „Rolf Borzik und das Tanztheater Pina Bausch“
  • Fotodokumentation von bisher ca. 650 Kostümen von Marion Cito
  • Umfassende Dokumentation mehrerer Bühnenbilder von Prof. Peter Pabst
  • Konservierung und Digitalisierung von 120 historischen Videobändern aus den 1970er Jahren


Das ist erst der Anfang.