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Informationen

1973Anfang der Arbeit mit Pina Bausch

Biografie

John Giffin, 1946 in Akron, Ohio, USA, geboren, beginnt bereits im Alter von vier Jahren mit Stepptanz. Letztlich ist es Rudolf Nurejew, der ihn dazu inspiriert, den Tanz zu seinem Beruf zu machen. Nach ersten Tanzstunden in seiner Heimatstadt wird er 1964 an der Juilliard School in New York aufgenommen, wo wenige Jahre zuvor auch Pina Bausch studiert hat. Zu seinen Lehrern zählen Lucas Hoving, Anna Sokolow und Antony Tudor, der stark von Kurt Jooss beeinflusst ist und den Tanz vor allem als Ausdruck tiefer Emotion versteht. Nach dem Bachelor of Fine Arts im Jahr 1968 tanzt er im New Haven Ballet, im Pittsburgh Ballet, bei Les Grands Ballets Canadiens in Montreal sowie in verschiedenen modernen Compagnien. Weil ihm der Bournonville-Ballettstil gefällt, zieht er nach Dänemark und unterrichtet schließlich an der Schule von Nini Theilade, einer ehemaligen Tänzerin der Ballets Russes de Monte Carlo. Doch eigentlich ist er nach Deutschland berufen. Er tanzt an den Theatern in Nürnberg (1971/72) und Freiburg (1972/73), aber der Einsatz in Opern und Operetten neben Auftritten in choreografischen Werken ist nicht das, was er sucht.

Ankommen

Das Arbeitsvermittlung schickt ihn zu einem Vorsprechen bei Pina Bausch, die Tänzer:innen für ihre gerade beginnende Arbeit in Wuppertal sucht, und ihn engagiert. Damit gehört er zu den Tänzern der ersten Stunde. Doch die Anfänge in Wuppertal sind nicht leicht. Pina Bauschs Antrittsstück, Fritz, performed along with Agnes de Mille’s Rodeo and Kurt Jooss’ The Green Table, upset the audience, who were accustomed to classical ballet, provoking vocal protests. She tested out various forms, choreographing the revue Zwei Krawatten Zwei Krawatten (‘two ties’) using old pop hits, as well as the Gluck opera Iphigenie auf Tauris.. Der schwierige Auftakt sorgt für eine hohe Fluktuation im Ensemble, und auch Giffin hat – obwohl er die Arbeit schätzt – das Gefühl, noch einmal etwas anderes versuchen zu müssen.

974/75 tanzt er für das Agnes de Mille Heritage Dance Theatre in New York und 1975/76 noch einmal am Staatstheater Nürnberg, bevor er zur Spielzeit 1976/77 nach Wuppertal zurückkehrt. Trotz Spannungen im Ensemble setzt Pina Bausch ihre Suche nach ihrer genuinen Form des Tanztheaters fort.Blaubart avanciert zu Giffins Lieblingsstück. Inzwischen 30-jährig fühlt er sich den Anforderungen dieser Arbeit besser gewachsen, die reifere Tänzerinnen verlangt, die bereit sind, sich verletzbar zu zeigen. Gleichzeitig gibt sie den Tänzerinnen die Freiheit, auf der Bühne sie selbst zu sein. Auch in Komm tanz mit mir, Renate wandert aus, Kontakthof und Arien gehört Giffin zur Originalbesetzung. Nach drei weiteren Jahren in Wuppertal fühlt er sich jedoch emotional erschöpft und verlässt die Kompanie zum Ende der Spielzeit 1978/79.

Zurück in die Heimat

1980/81 tanzt er am Broadway im Musical Brigadoon und erhält 1983 den Master of Arts an der Ohio State University in Columbus, Ohio. Er erhält eine Professur für Tanz berufen und unterrichtet Ballett, Choreografie, Tanznotation und Repertoire. Parallel tritt er auch als Choreograf in Erscheinung und wird vom National Endowment for the Arts, dem Ohio Arts Council sowie dem Greater Columbus Arts Council gefördert. Gemeinsam mit Victoria Uris führt er 2009 Regie bei Igor & Svetlana, das im Rahmen der Dance on Camera Festivals im Lincoln Center in New York uraufgeführt wird. Für das 40-jährige Jubiläum des Tanztheater Wuppertal im Jahr 2013 rekonstruiert er für die Pina Bausch Foundation Wind von West und Der zweite Frühling, die beiden Stücke, die ursprünglich zu dem dreiteiligen Abend Frühlingsopfer gehörten. 2024 steht er noch einmal in Wuppertal auf der Bühne, in Meryl Tankards Kontakthof – Echoes of ’78. John Giffin ist heute Professor emeritus am Department of Dance der OSU.

Text: Norbert Servos


Galerie


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John Giffin


Uraufführungen

Spielzeit 1977/78
Spielzeit 1978/79
Spielzeit 1978/79

Getanzt in

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