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Informations

1938

geboren in Berlin

1972 bis 1975

Tänzerin bei Gerhard Bohner in Darmstadt

1976

Assistentin beim Tanztheater Wuppertal

1980 bis 2016

Kostümbildnerin beim Tanztheater Wuppertal


Biographie

Marion Cito

wird 1938 in Berlin geboren, wo sie im Alter von zehn Jahren ihre Tanzausbildung bei Tatjana Gsovsky beginnt, die sie später in ihr Ensemble an der Deutschen Oper Berlin engagiert. Rasch steigt Marion Cito zur Ersten Solistin auf, die außer in Gsovsky-Kreationen auch in Gastchoreografien von George Balanchine, Kenneth McMillan, Serge Lifar, John Cranko und Antony Tudor auftritt. Ihre Stärke ist das Charakterfach. Daneben ist sie offen für Neues, tanzt in den ersten Stücken ihres Tänzerkollegen Gerhard Bohner. Als Bohner 1972 die Leitung des Balletts in Darmstadt übernimmt, geht Marion Cito mit ihm. Doch nach drei Jahren endet das Projekt aufgrund von Differenzen mit der Theaterleitung. Wegen gesundheitlicher Probleme möchte Cito nicht mehr tanzen. Pina Bausch engagiert sie 1976 als Assistentin nach Wuppertal und überredet sie, als Not am Mann ist, für Blaubart, Komm, tanz mit mir und Renate wandert aus noch einmal auf die Bühne zurückzukehren.

Von der Tänzerin zur Kostümbildnerin

1980 bringt eine weitere Wende. Als Pina Bauschs Lebens- und Arbeitspartner Rolf Borzik stirbt, bittet die Choreografin Marion Cito, die Gestaltung der Kostüme zu übernehmen. Die Aufgabe ist hoch anspruchsvoll. Entsprechend der Arbeitsweise des Tanztheaters, die sich intensiv auf die Persönlichkeit seiner Tänzer:innen einlässt, müssen auch die Kostüme individuell sein und doch zugleich ein Gesamtbild ergeben. Sie sollen an den Alltag erinnern und ihn zugleich überschreiten. Schönheit und Eleganz wechseln sich ab mit dem Schlichten und Einfachen. Daneben muss stets Platz sein für eine kindliche Lust an Verkleidungen, die schräge und irritierende Figuren hervorbringt: ein kräftiger Mann, der im knappen Lurex-Minirock den Pfeile schießenden Gott Amor gibt; ein Mann als mürrische Alte oder romantische Ballerina im langen Tutu. Immer wieder tauchen in den Stücken Männer in Frauenkleidern auf – nicht als vordergründiger Travestie-Effekt, sondern um ein Fragezeichen hinter gängige Rollenklischees zu setzen. Kleider machen Leute; sie gehören zum Rollenspiel zwischen den Geschlechtern und sie spielen an auf das gesellschaftliche Ambiente.

Heikle Balancen

Für jede Produktion legt Marion Cito einen Probenfundus an, kauft auf den ausgedehnten Gastspielreisen in aller Welt Stoffe und Kleider. Bei all dem muss sie sich auf ihre Intuition verlassen. Vor Probenbeginn muss sie ahnen können, in welche Richtung sich ein Stück möglicherweise bewegen wird, und entsprechend vorplanen, andernfalls könnten sie und die Werkstätten mit der Stückentwicklung nicht Schritt halten. Weil die Stücke erst relativ spät zusammengesetzt werden, stellen sich die pragmatischen Probleme erst gegen Ende heraus: mangelnde Zeit für Umzüge, Farbkombinationen durch neue Konstellationen im Bühnengeschehen, die zunächst nicht geplant waren. Hier ist hohe Flexibilität und schnelles Reaktionsvermögen gefragt. Arbeitsintensiv ist auch die zunehmend umfangreiche Repertoirepflege: durch notwendige Umbesetzungen oder – nicht selten – schwangere Tänzerinnen. Ihre Arbeit gleicht einem Spiel mit zahlreichen Variablen und etlichen Unbekannten – und doch entwickelt sie mit den Jahren eine souveräne Gelassenheit, die aus einer tiefen Liebe zu den Stücken und deren Weltsicht resultiert. Erst 2016, nach vierzig Jahren, verabschiedet sich Marion Cito vom Tanztheater Wuppertal in den Ruhestand.

Text von Norbert Servos


Galerie


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saison 2008/09

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Pièce"... como el musguito en la piedra, ay si, si, si ..." (Comme la mousse sur la pierre)
Événement12 juin 2009
LieuxOpernhaus Wuppertal
Wuppertal
Allemagne
Assistance chorégraphiqueRobert Sturm
DanseAleš Čuček
Anna Wehsarg
Azusa Seyama
Clémentine Deluy
Damiano Ottavio Bigi
Ditta Miranda Jasjfi
Dominique Mercy
Eddie Martinez
Fernando Suels Mendoza
Morena Nascimento
Nayoung Kim
Pablo Aran Gimeno
Rainer Behr
Silvia Farias Heredía
Thusnelda Mercy
Tsai-Chin Yu
Musicien/musicienneMatthias Burkert
Technique de plateauDietrich Röder
Martin Winterscheidt
LumièreJo Verlei
Kerstin Hardt
Technique vidéoJo Verlei
Kerstin Hardt
SonAndreas Eisenschneider
Karsten Fischer
Thomas Dickmeis
Thomas Müskens
Costumier/ costumièreElisabeth von Blumenthal
Petra Leidner
DirectionCornelia Albrecht
Assistance de directionKatharina Bauer
Collaboration organisationnelleClaudia Irman
Felicitas Willems
Grigori Chakhov
Katharina Bauer
Ursula Popp
Assistant/assistante de répétitionBarbara Kaufmann
Bénédicte Billiet
Daphnis Kokkinos
Dominique Mercy
Ed Kortlandt
Hans Pop
Héléna Pikon
Josephine Ann Endicott
Marion Cito
Matthias Burkert
Robert Sturm
Direction de balletAgnes Pallai
Andrey Klemm
Antony Rizzi
Christine Biedermann
Christine Kono-Pohlmann
Ed Kortlandt
Ernesta Corvino
Janet Panetta
Malou Airaudo
Paul Melis
Intervenant/intervenanteSabine Hesseling
Direction techniqueFredy Deisenroth
Jörg Ramershoven
Manfred Marczewski
Mario Engelmann
Direction régie lumièreFernando Jacon
Direction costumesAnnette Kolberg
Leitung MalersaalGünther Henrion
Leitung MaskenbildMarkus Moser
Leitung SchlossereiRalf Klein
Leitung SchreinereiChristian Kreinjobst
Chef/cheffe d´atelierMatthias Kilger
Presse et relations publiquesUrsula Popp
AssistanceMarc Wagenbach
Régie plateauFelicitas Willems
Peter Lütke
Thomas Kretzschmar
AccessoiresArnulf Eichholz
Jan Szito
PhotographieUlli Weiss
Archives vidéosGrigori Chakhov
Thérapeute ShiatsuLudger Müller
VestiaireAndreas Maier
Harald Boll
Katrin Moos
Silvia Franco
Ulrike Wüsten
SourceProgramme pour « "... como el musguito en la piedra, ay si, si, si ..." (Comme la mousse sur la pierre) » de Pina Bausch avec Tanztheater Wuppertal à Wuppertal, 12 juin 2009 – 21 juin 2009
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